Spanische Gastronomie

Die Aromen Spaniens, ein Land mit viel Geschmack

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Denken Sie an Spanien. Und jetzt an ein typisches Gericht. Sie brauchen es nicht zu sagen, denn wir haben Ihre Gedanken gelesen: Paella, Gazpacho, Ibérico-Schinken, Eintopf, Fabada ... Viele spanische Rezepte haben unsere Besucher begeistert. Doch dabei wird ein äußerst wichtiges Detail oftmals übersehen: die Zutaten, die wir am häufigsten in der spanischen Küche verwenden, und die den Gerichten, an die sie gerade gedacht haben, ihren unvergleichlichen Geschmack verleihen.Wir möchten Ihnen mehr über die geheimen (und nicht so geheimen) Zutaten der berühmten Mittelmeerkost und der spanischen Gastronomie erzählen. Zutaten, die dafür sorgen, dass unsere Küche zu den besten der Welt gehört.

Natives Olivenöl: das flüssige Gold

Wir möchten mit einem Klassiker starten: dem Olivenöl. Dieses gesunde Fett darf in der mediterranen Küche nicht fehlen und wird den anspruchsvollsten Nahrungsbedürfnissen und Gaumen gerecht. Spanien ist weltweit führend in puncto Herstellung, Umwandlung und Vertrieb von Olivenöl. In Andalusien (aber auch in Kastilien-La Mancha und Katalonien) können Sie Ihren Blick über atemberaubende Olivenhaine schweifen lassen, die sich über Millionen Hektar erstrecken. Dermaßen nahrhaft, dass eine Flasche dieses Öls und eine herzhafte Baguette bereits einen Schmaus darstellen.

Olivenöl

Safran. Ein aromatisches Geheimnis

Safran stammt ursprünglich aus Indien, fand aber schnell seinen Platz in der spanischen Gastronomie und kommt hauptsächlich als Geschmacksverstärker bei Reis- und Fleischgerichten, Eintöpfen und sogar Nachspeisen zum Einsatz. Safran ist ein teures Gewürz, das auch als rotes Gold bekannt ist und zudem äußerst vorsichtig gehandhabt werden muss – sowohl bei der Ernte, die in den ersten Morgenstunden erfolgen muss, damit die Blume nicht verwelkt und das Endprodukt nicht an Qualität einbüßt – als auch in der Küche. Spanischer Safran wird hauptsächlich in Kastilien-La Mancha angebaut und trägt die entsprechende Herkunftsbezeichnung. Ein interessanter Fakt: Für 1 Kilo dieses Gewürzes müssen tatsächlich 150 000 Safranblüten geerntet und deren Fäden entnommen werden.

Safran in einem Glasbehälter

Gewürzpaprika „Pimentón de la Vera“. Geschützte Herkunftsbezeichnungen

Gemahlener Paprika oder Ají . Unter diesem Namen ist dieses Gewürz in anderen Ländern der Welt bekannt. Nachdem es Christoph Columbus aus Amerika mitbrachte, wurde er jahrhundertelang geheimnisvoll hinter den Mauern des Klosters von Yuste (Extremadura) hergestellt. Handwerk und Tradition ergeben ein einmaliges Produkt, das einem handwerklichen Räuchervorgang mit Eichenholz unterzogen wird.Paprikapulver ist reich an Antioxidantien und eine wichtige Zutat anderer spanischer Spezialitäten wie Chorizo, Sobrasada und sonstiger Wurstwaren.

Paprika und Gewürzpaprika „Pimentón de la Vera“.

Bomba-Reis. Nicht alle Reissorten sind gleich.

Wenn unter den über 2000 Reissorten der Welt bei der Paella, einem der bekanntesten spanischen Gerichte, Bomba-Reis benutzt wird, muss es einen guten Grund dafür geben.Das gewisse Etwas liegt in den Eigenschaften seines kurzen und rundlichen Korns, das sich während des Kochens in die Länge zieht. Dadurch nimmt er sehr gut die Flüssigkeit und somit die Aromen auf und bleibt lockerer als andere Reisesorten.Doch nicht nur die Paella hat ihren Besonderheit diesem Reis zu verdanken. Der „Reis aus dem Ofen“ oder die typischen sämigen Reisgerichte unserer Gastronomie werden mit dem Bomba-Reis viel schmackhafter. Er wird hauptsächlich in La Albufera (Valencia) angebaut.

Reisfeld in Valencia

Zitrusfrüchte. Für süße und salzige Speisen zugleich.

Das spanische Klima, und vor allem das Mittelmeerklima, eignet sich perfekt für den Anbau von Zitrusfrüchten. Orangen, Mandarinen, Zitronen, Grapefruit usw. sind nicht nur in unserer Landschaft, sondern auch in Hunderten von Rezepten präsent. Denn die Zitrusfrüchte können nicht nur als Nachspeise, sondern auch als Hauptzutat für Salate, Eintöpfe, Reisgerichte und andere Köstlichkeiten unserer Gastronomie verwendet werden, wobei sie immer für Aroma und Frische sorgen. Eine gute Gegend, um diese Früchte zu kosten, ist die Küste von Castellón bzw. Costa Azahar, die ihren Namen der Orangenblüte zu verdanken hat.

Orangen

Knoblauch, Tomaten und Zwiebeln. In diesem Bereich macht uns keiner Konkurrenz

Heutzutage kann jeder, ganz gleich in welchem Land, ein paar Tomaten, Zwiebeln und Knoblauchzehen in seinem Vorratsschrank haben. Doch eines steht fest: Sie werden sicherlich nicht so schmackhaft sein, wie Zutaten mit einmaliger Herkunftsbezeichnungen wie diesen. Einmalige Zutaten für einmalige Gerichte. Lila Knoblauch aus Las Pedroñeras (Cuenca), Tomaten aus La Cañada (Níjar, Almería), Zwiebeln aus Fuentes de Ebro (Zaragoza) oder Kartoffeln aus Galicien sind einige der zahlreichen Gemüsesorten, die mit einem Qualitätssiegel wie einer Herkunftsbezeichnung oder einer geschützten geographischen Angabe ausgezeichnet wurden. Mit diesem Gemüse wird in Spanien oftmals der typische Sofrito zubereitet, der vielen unseren Rezepten einen ganz besonderen Geschmack verleiht.

Lila Knoblauch

Brot. Es passt einfach zu allem.

Ja. Wir wissen, dass das Brot in diesem Sinn keine Zutat ist. Es sei jedoch gesagt, dass zu jedem gut gedeckten Tisch auch ein gutes Brot gehört, sei es als Beilage, um es in die Brühe oder Sauce zu stippen, sei es als belegte Baguette.Wir empfehlen Ihnen, alle möglichen Brotsorten in Spanien zu probieren. Von der Barra planchada aus Toledo, der Bola aus Santiago de Compostela und dem Bollo preñao aus Asturien bis hin zum Cabezón aus Navarra und dem Baskenland und der Hogaza aus Kastilien-León: Dies sind nur einige der Varianten, die Sie in den verschiedenen Regionen unseres Landes vorfinden können.

Brot mit geriebener Tomate
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